15. Oktober 2016

Wir stürzten immer tiefer in die Kauforgie, der Einkaufswagen war schon randvoll, Stockfisch, Feigen, Socken, Oliven, Teller, Käse, Pullover, Birnen, Besen, Mandeltorte, alles durcheinander. Der Gigasupermercato gleich jenseits der Grenze war neu für uns, und da wir doch schon mal hier waren, wo es alles gab, was Herz, Gaumen und Augen begehrten, griffen wir zu, schon fast berauscht. Aktion, Aktion! Vor dem Joghurt-Regal war ich aufs Mal stocknüchtern. Zwei Stück hätte ich kaufen wollen, jedoch war das Regal gewiss acht Meter lang und sechs Tablare hoch und präsentierte eine schon fast obszöne Masse von Joghurtsorten, Joghurtgrößen, Joghurttypen. Zu viel des ach so Guten. Ich verließ den Tempel des Heiligen Aktionius, holte draußen tief Luft und stellte befriedigt fest, dass ich diese nicht kaufen musste.

Aus »Tage, Tage«