»clicktopray.org« heißt die offizielle Gebets-App des Papstes. Sie liefert dreimal täglich einen Gebetsimpuls. Heute Nachmittag lautet das Gebet »Komm, Herr, hör die Schreie der Leidenden und rette sie von Ungerechtigkeit«. Das wird in zahlreichen Sprachen angeboten, etwa in Aserbaidschanisch oder schottischem Gälisch. Auf Zulu heißt es so: »Woza, Nkosi, uzwe ukukhala kwalabo abahlupheka futhi ubakhulule ekungabikho kokungabi nabulungisa.« Das Vorgehen scheint mir etwas zu einfach: Man ermuntert den Herrn, die Schreie der Leidenden zu hören, und hat damit die Sache abgehakt. Ich denke, man müsste eher selber hinhören, wenn geschrien wird. Oder zumindest dem Herrn einige konkrete Hinweise unterbreiten: »Komm, Herr, verbiete die Fabrikation von Waffen. Komm, Herr, unterstütze den Gebrauch von Kondomen. Komm, Herr, verteile das Kapital. Amen.« (Und ein Dank für etwas Wunderschönes wie den blühenden Haselbusch müsste auch noch mit rein.)

 
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