Bahnfahrt nach Bern. Kaum Leute, es ist ruhig. Im Abteil rechts von mir sitzen zwei ältere Männer mit dicken Bäuchen und Wanderschuhen, einer mit kurzer, einer mit langer Hose. Sie schauen aus dem Fenster, sonst tun sie nichts. Kein Handy, keine Zeitung. Einmal fällt eine Sonnenbrille zu Boden. Kurzhose, der sie aufhebt, ächzt. Einmal sagt Langhose: Ja, ja, diese Frauen. Schätzungsweise zehn Minuten später sagt Kurzhose: Hörnlisalat ist auch was Gutes. Draußen grünes Sommerfelderland, lockere Laubbaumwälder. Langhose sagt: Tust du Tomate dran? Nie, sagt Kurzhose. Die Zug braust durch die Bahnhöfe, eine Stunde Fahrt ohne Halt bis Bern. Langhose sagt: Dass du eine Schwester hast, hab ich nicht gewusst. Rosmarie, sagt Kurzhose. Rosemarie oder Rosmarie?, fragt Langhose. Kein e, sagt Kurzhose. Dann sind wir in Bern.

 
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