Regen, Regen, laut und heftig, wäscht alles weg, schwemmt alles an, Probleme, Ängste, Hoffnungen, Illusionen, alles rauscht davon und kommt um die Hausecke zurück, und es ist, wie es war. Nur mehr Schnecken gibt‘s, sie sind aus den Verstecken gekommen, um zu feiern, und meine Haare kräuseln und gräuseln sich vor so viel Feuchtigkeit. Schon denkt man mit Wehmut an den Sommer, den heißen wilden Kerl, lange wird’s dauern, bis er wieder daherfaucht, dann sind wir ein Jahr älter und grauer und müder. Man müsste das kalte Halbjahr nutzen fürs kühle Denken, fürs Aufräumen im Kopf, fürs Platzmachen, aber Platz wofür? Den Herbst mag ich nicht sonderlich, zum Teufel mit den Farben, mit Bunt-sind-schon-die-Wälder. Heißt ja englisch auch Fall, der Herbst, das fallende Jahr.

 

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