Ich lade eine aktuelle Version des Virenschutzprogramms herunter, das braucht drei Minuten und 25 Hundertstelminuten. Ich kann der Uhr auf dem Bildschirm zusehen. Es lohnt sich nicht, aufzustehen und irgendetwas anderes anzufangen oder im oberen Stock das Buch vom Nachttisch zu holen. Doch, die Katz könnte ich streicheln, aber die ist nicht da. Manchmal ist sie viel zu sehr da, das heißt, sie läuft auf der Tastatur herum und steckt mir den spitzen Schwanz ins Nasenloch. Ich sitze also tatenlos vor dem Bildschirm und sehe zu, wie die Zeit vergeht, und denke, dass mein Leben jetzt dann um drei Minuten und 25 Hundertstelminuten kürzer ist, und ich habe die kostbaren Minuten einfach versickern lassen. Es ist, als würde ich mein einziges Trinkwasser aus der Flasche in den Sand der Sahara träufeln lassen. Es ist ein furchtbares Gefühl. Vielleicht wäre ich irgendwann noch grausam froh um drei Minuten und 25 Hundertstelminuten, aber die sind jetzt unwiederbringlich weg.

 

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