Regen, Regen, seit Tagen Regen. Ertränkt die Wiese, ersäuft die Setzlinge, entblättert die Rosen. Nachts rauscht er vor dem Fenster, laut wie ein Sturm und stetig wie ein Strom, zum Glück höre ich das Heer der Schnecken nicht kauen, trotzdem ziehe ich die Bettdecke über den Kopf. Das Rauschen schwappt über mein Bett, und ich stelle mir vor, wie es mich wegschwemmt, hinaus ins Nasse, ins Dunkle, ins Laute, ich strecke die Arme aus, hallo, ich bin die Regenbraut, und löse mich staunend auf in hunderttausend Tropfen.

 

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