Ein Freund aus alten Zeiten wurde heute zu Grabe getragen, herausgerissen aus Arbeit und Familie, erst achtundfünfzig. Fühle mich nicht so wohl, lege mich etwas hin, hatte er gesagt, und seine Frau dachte, ach, jetzt hat ihn die Grippe auch erwischt. Ruh dich aus, oder so etwas, wird sie zu ihm gesagt haben, als sie das Haus verließ. Abends fand man ihn leblos, Herzversagen, Ruhe für immer. Wenn sich der Tod auf so leisen Füssen nähert, hört man ihn dann gar nicht kommen? Spürt und akzeptiert man eine zunehmende Kühle wie etwa beim Hinauffahren Richtung Passhöhe? Fragt nicht so viel, lebt, würde der Freund vielleicht antworten, wenn er noch antworten könnte. Und zu seinem schönen Lachen ansetzen.

 

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