Heute Morgen ist an der Wand neben meinem Bett ein Marienkäfer. Die Natur verspricht mir einen glücklichen Tag! Auf dem Wohnzimmerteppich beschäftigt sich die Katze mit einer Blindschleiche, deren Schwanz ist ab und zuckt. O. bringt die verletzte Schleiche nach draußen und versteckt sie im Kompost, derweil die Katze den Schwanz frisst und darauf siebenmal auf den Teppich kotzt. Nach dem Aufputz beuge ich mich im Garten über den kostbaren rosaroten Türkenmohn – ob er noch weitere Blüten macht? Vorsichtig greife ich zwischen die Blätter und lande in einem schleimigen braunen Haufen. Alles verfault da drin! Und in den zarten Bohnensetzlingen hängt eine fette Schnecke … Natur, Natur. Und dass Herr Trump laut heutiger Zeitung den Ausstieg der USA aus dem Open Skies-Vertrag ankündigt, was die weltweite Rüstungskontrolle gefährdet – ist das auch Natur? Hat er einen Wurm im Hirn? Es ist jetzt neun Uhr zehn, und der Marienkäfer ist immer noch über meinem Bett und verspricht etwas.

»Die Gedanken sind frei« – ich liebe dieses Volkslied, ich singe es manchmal laut, wenn ich allein im Auto bin. Nun ist es US-Forschern gelungen, die Gehirnwellen eines sprechenden Menschen präzise und rasch zu entziffern. Elektrokortikogramm heißt die Technologie. Die Signale werden in ein neuronales Netzwerk eingespeist, der Computer übersetzt sie in einen abstrakten Code, und die entstehenden Zahlenfolgen werden in englische Wörter rückübersetzt. Auch nicht ausgesprochene Sätze, sondern solche, die sich die Probanden nur vorgestellt hatten, konnten in synthetisch gesprochene Äußerungen übersetzt werden. Ist das beeindruckend? Ja. Ist das unheimlich? Ja. Wie gut tut das Lied: »Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten, sie fliegen vorbei wie nächtliche Schatten. Kein Mensch kann sie wissen, kein Jäger erschießen, es bleibet dabei: die Gedanken sind frei.« Immerhin funktioniert das experimentelle Gedankenlesen vorerst nur mit implantierten Elektroden.

Fünf nach Vier nachmittags, die Wiese in leichter Bewegung, weil Wind darüber streicht, Licht in den Sauerampferspitzen und Gräserrispen, die beiden Katzen, die durch die Halme preschen, sich fangen, sich balgen, ein Rauschen im Lindenbaum und ein Summen im Klee, ein grünes Rosenkäferfunkeln und ein Glanz auf Efeublättern, ein Kohlweißling, schaukelnd, und wieder die Katzen und im Himmel ein Milan, sein Miauen. Schön ist das. Schön war das. Vor Jahrtausenden schon. Wobei der Mensch damals nicht in einen Laptop auf seinen Knien tippte, was er schön fand, und nicht auf eine Uhr sah, die zwanzig nach Vier zeigte, und nicht aufstand, um ins Haus zu gehen und den Geschirrspüler auszuräumen.

Das Entsorgen ausgedienter Bohrinseln im Meer kostet jährlich vier Milliarden Franken. Ausgebeutete Bergwerksgruben müssen kostspielig saniert werden. Auch der Abbruch alter Windkraftanlagen wird teuer. Für das Abräumen verlassener Abbaustellen von Uranerz setzt man ebenfalls Milliarden ein. Und irgendwann sind Berge von bejahrten E-Auto-Batterien abzutragen – auch teuer. Was leer, ausgedient, erschöpft ist und keine Energie mehr liefert, verschwindet nicht einfach. Man muss sich weiterhin damit befassen. Jetzt könnte ich ja böse werden und sagen: Mit alten Menschen ist es ähnlich. Aber das lasse ich lieber.

Ich habe heute geweint. Nein, nicht weil die Erde im Klimawandel zu ersticken droht. Nein, nicht wegen der Slums in Mumbai. Nein, nicht wegen des Holocaustfilms am TV. Nein, nicht wegen den eingesperrten Alten im Pflegeheim. Nein, nicht weil mir die müden Knochen weh tun. Wegen einer Katze habe ich geweint. Sie hatte einen Tumor im Kopf, sie hat heute sterben müssen. Man hat für sie den Tod bestellt, der Tierarzt hat ihn geliefert. Nein, es war nicht unsere Katze. Es war Tomba, der große, freundliche Kater unserer Enkel. Vierzehn Jahre lang hat er sie durch die Kindheit begleitet, immer bereit für Trost und Spaß und Zärtlichkeit. Es ist furchtbar, wenn man den Tod ins Haus bitten muss. Was tut man nicht alles, dass er draußen bleibt. Darum habe ich heute geweint.

Systemrelevant ist gerade ein Moderwort. »Die Fleischfabrik ist systemrelevant«, heißt es in der Zeitung von heute. Es geht um eine von vielen deutschen Fleischfabriken (was für ein Wort), wo sich von 1200 Arbeitern 249 mit dem Corona-Virus angesteckt haben. Sie kommen fast alle aus Rumänien/Bulgarien/Polen, werden ausgebeutet, nämlich mies bezahlt und untergebracht, zu dritt bis sechst in kleinen Zimmern, arbeiten Seite an Seite am Fließband, das heißt: sie schlachten und zerlegen Schweine. In Deutschland werden jährlich 55 MillionenSchweine zerlegt. 55ʼ000ʼ000! Von den Fleischfabrikarbeitern in den USA – meist Einwanderer aus Südamerika – haben sich 10ʼ000 mit dem Virus infiziert. Manche Betriebe wurden deswegen geschlossen, sollen aber auf  Geheiß der Regierung  bald wieder geöffnet werden. So wird grotesk billiges Fleisch produziert. So ballt sich eine Ladung Furchtbares auf nur einer Viertelzeitungsseite.

Kürzlich bin ich über die Information gestolpert, das Wort »Sex« habe erstmals 1961 im Duden gestanden. Im Duden schlägt man Wörter nach, von denen man nicht weiß, wie man sie schreibt. Was wäre denn bei »Sex« so möglich? Seks. Säks. Segs. Sägs. Seggs. Säggs. Secks. Säcks. Segss. Säggs. Wer Säggs hat, braucht aber nicht zu wissen, wie man Secks schreibt. Es ist erwiesen, dass man schon vor 1961 Segs gehabt hat, das geht bis auf Adam und Eva zurück und ihren Säks im Garten Eden. Eeden. Ehden. Edenn. Eedenn. Ehdenn.

Als würde man tote Bäume versetzen, so kommt mir das jeweils vor, wenn jemand sagt: Ich hätte halt damals … Du hättest eben dann … Wir hätten besser nie … Sie hätten keinesfalls … dieses oder jenes machen beziehungsweise nicht machen sollen. Solch rückwärtige Einsicht oder Reue streut allenfalls neue Schuldgefühle, aber bringt niemandem etwas. Tote Bäume wachsen nicht mehr an, sie verfaulen nur oder verdorren und liegen im Weg, so schön zum Drüberstolpern. Zum immer wieder Drüberstolpern. Darum weg damit.

Zum Tode Verurteilte dürfen sich da und dort ihre Henkersmahlzeit aussuchen. Der Fotokünstler Henry Hargreaves hat einige Mahlzeiten berüchtigter US-Mörder nachgekocht, fotografiert und unter dem Titel »No Seconds« publiziert, zum Beispiel: John, 52, Illinois, Giftspritze 1994 – 12 frittierte Krevetten, 1 Kübel Kentucky Fried Chicken, Pommes Frites, 450 g Erdbeeren; Timothy, Indiana, Giftspritze 2001 – 9 dl Mint- und Chocolate Chip Ice Cream; Allen,54, Florida, Elektrischer Stuhl 1999 – Hummerschwanz, Bratkartoffeln, 250 g gebratene Krevetten, 170 g gebratene Muscheln, 1½ Laib Knoblauchbrot, 9 dl Root Beer; Angel, 55, Florida, Giftspritze 2006 – Mahlzeit abgelehnt.  Die vollen Namen und die Vergehen der Hingerichteten habe ich hier weggelassen. Wie viele Morde der Mann mit den frittierten Krevetten begangen hat, ändert nichts an der Einsicht, dass es die Todesstrafe nicht geben dürfte. Doch es gibt sie  noch, in 56 Ländern.

Ich wusste nicht mehr, wie der spanische Diktator geheißen hat. Castro? Nö. Ich wusste nicht mehr, wie die giftige Pflanze mit dem Tütenblatt heißt. Pestwurz? Nö. Ich wusste nicht mehr, wie man das politische System mit eigenständigen Einzelstaaten nennt. Veteri…Fatali…? Nö. Drei Wörter versenkt, alle am selben Tag! Das alte Hirn streikt, es gibt die Wörter nicht her. Wozu brauchst du die?, fragt es. Machen sie dich glücklich? Nö. Na also, lassen wir das. Ich mache mich in der Küche an den Abwasch, und plötzlich – plopp, plopp, plopp – sind sie alle wieder da: Franco. Aronstab. Föderalismus.

Ich habe Anfang März ein Corona-Virus-Tagebuch angefangen, aber Anfang April wieder damit aufgehört. Die Idee war, dass persönliche Abschnitte mit offiziellen Fakten in Newsform abwechseln. So dachte ich den Wehleidigkeits- und Bauchbepinselungsfaktor zu umgehen, und das las sich eigentlich ganz gut. Aber je länger je mehr kamen mir wohlformulierte Betrachtungen über den unzerkratzten Himmel oder die ausgestorbene Stadt wie dumme Arroganz vor. In Guayaquil lagen Leichen auf den Straßen, in der Lombardei brachen Ärzte zusammen, in Zürich kämpfte eine Freundin am Beatmungsgerät ums Leben

Wegen, wegen, wegen. Wegen des Coronavirus mache ich meinen Waldlauf nun schon vor sieben Uhr, dann treffe ich niemanden an, und so eile ich aus dem Haus, heimlich, wegen der Katzen, sonst laufen sie mir nach. Wegen der heimlichen Eile verschiebe ich das Schuhebinden auf später. Wegen der offenen Schuhbändel stolpere und stürze ich. Wegen des Sturzes fängt mein Knie an, weh zu tun. Wegen des Knies mache ich mir Sorgen und male mir aus, wie es wäre, ins Spital zu fahren. Wegen des Coronavirus möchte ich nicht ins Spital müssen. Wegen verlangt den Genitiv, meinetwegen, kann er haben.

Heute hätte mein Vater Geburtstag, er wäre 136 Jahre alt – ich hatte einen alten Vater. Und mittlerweile hätte er eine alte Tochter. 1884, als er zur Welt kam, trafen sich drei Kaiser zu einem Gespräch: Wilhelm I, Franz Joseph und Alexander III. Wenn die gewusst hätten, was mit ihren Ländern ... In Luzern, wo mein Vater geboren wurde, beschloss der Stadtrat gleichen Jahres die Errichtung eines jüdischen Friedhofs. Wenn der gewusst hätte, was mit den Juden … Die Damen trugen lange Kleider und Korsetts für Wespentaillen, die Herren trugen steife Hüte, steife Kragen und steife Blicke. Wie die gewusst hätten, wie man heutzutage …

Corona, corona. Heute hat die Schweiz dichtgemacht, Grenzen zu, Schulen zu, Läden zu. Was voll war, ist jetzt leer, was laut war, ist jetzt still. Der Himmel ist blauer, weil ohne Jetstreifen, die Luft ist frischer, weil ohne Abgase, die Agenda ist leichter, weil ohne Einträge, das Herz ist schwerer, weil ohne Umarmung, die News sind schwärzer, weil ohne Ende, die Jungen sind trister, weil ohne Freiheit, die Alten sind älter, weil ohne Nutzen, die Vögel sind vollkommen, weil ohne Virus. Sie singen drauflos.

Heute Morgen um zehn war ich am See, kaum Leute, Sonnewolkenmärzhimmel, ein paar Vogellaute, ein paar Motoren in der Ferne. Dann schrie jemand. Eine Frau schrie in ihr Handy. Lasciami in pace! schrie sie, stupido!, idiota!, smettila!, smettila!, wieder und wieder. Ich nahm mein Handy hervor, um smettila zu googeln. Hör auf!, heißt das. Da ich das Handy schon mal in der Hand hatte, machte ich gleich noch ein Foto vom Sonnewolkenmärzhimmel und eine Tonbandaufnahme vom Platschen und Klatschen rund um die verankerten Segelboote und eine Bestandesaufnahme der Vogelwelt mithilfe der Zwitschomat-App und eine Bestimmung der Bergspitzen mithilfe der PeakFinder-App. Smettila!, dachte ich endlich, weg mit dem Handy. Die Frau war nicht mehr zu hören. Nur noch Kohlmeise, Blaumeise, Grünfink und Grünspecht.

26. Februar 2020

Heute war der Versicherungsmann da. »Haben Sie schon eine Rechtsschutzversicherung?« Ähhh? Nie gehört, nie gehabt, nie gebraucht, ein langes Leben lang. »Stellen Sie sich vor«, sagt der Versicherungsmann, »Sie sitzen im Auto, der Tag ist schön, das Leben froh, die Ampel grün, es knallt.« »Das fängt ja an wie eine Kurzgeschichte«, sag ich. »Ist aber eine Langgeschichte«, sagt der Versicherungsmann. »Denn die Ampel des anderen war auch grün.« »Geht doch gar nicht«, sag ich. »Eben«, sagt der Versicherungsmann, »darum brauchen Sie eine Rechtsschutzversicherung.« Nein, brauch ich nicht, und ich werde weder die Kurz- noch die Langgeschichte schreiben. Lieber was ohne Ampeln.

24. Februar 2020

Lilli ruft an, von weit weg, von einem Pflegesessel an der Westküste der USA. »Ich will von euch Abschied nehmen«, sagt sie. Sprachlos halten wir den Hörer fest. Und fragen dann vorsichtig »Hast du genug?« Ja, hat sie, nach 93 Jahren. So lange schon ist sie die geliebte, bewunderte Lilli. So lange war sie schön, klug, lustig. Und mutig, stark, ehrlich. Und jetzt ist sie auch noch alt. »Wirklich genug?«, fragen wir. Wo’s jetzt doch Frühling wird mit Blumen und Gezwitscher. Und Sommer wird mit Grün, wie du’s magst. Und deine große Katze wird dir weiterhin auf den Schoss springen. Und deine großen Kinder wollen weiterhin von dir Rat. »Wirklich genug?« »Ach«, sagt die schöne, kluge, lustige Lilli. Die mutige, starke, ehrliche, alte. »Jetzt habt ihr mich verführt, noch ein bisschen zu bleiben. Ich ruf euch dann wieder an.«

Seneca schrieb 62 n. C. »Non vitae, sed scolae discimus«, und er kritisierte damit die römischen Philosophieschulen. Man hat das Zitat fleißig übernommen, aber umgekehrt: »Nicht für die Schule, für das Leben lernen wir.« So stand es über unserem imposanten Schulhausportal. Jetzt steht auf Transparenten der Fridays-for-Future-Demonstrationen: »Wieso für eine Zukunft lernen, die es bald nicht mehr gibt.« Trauriger geht es nicht, denke ich, die Alte, die im Protestzug mitläuft. Ich hatte eine Zukunft, konnte lernen, konnte lehren. Und war dafür nicht mal sonderlich dankbar.

Man weiß, wann ungefähr der Mensch sitzen, sprechen, gehen lernt, und wann er geschlechtsreif ist. Man weiß nicht, wann seine Weltanschauung fertig ausgebildet ist. Aber eines scheint klar: Wenn er sie mal hat, dann gibt er sie nicht wieder her. Er bindet sie sich um wie einen Melkstuhl und darauf lässt er sich nieder, wo immer er an einer Diskussion teilnimmt. Diese Melkstühle bleiben am Hintern festgemacht und schrauben sich bis ins Hirn. Noch nie habe ich gesehen, dass jemand in einem Disput seinen Melkstuhl abgelegt und sich einen ganz anderen umgebunden hat. Ich habe auch einen. Ich müsste ihn wieder mal etwas genauer unter die Lupe nehmen. Könnte ja sein, dass er wurmstichig ist …

Sonne, Blauhimmel, Grünwiesen, alles sauber geputzt. Bäume, Büsche, Beete, alles kahl geschoren. Ich mag ihn nicht besonders, den ödschönen Wintertag. Also stelle ich mir vor, ich könne hören, was sich da im Versteckten tut. Bäume üben sich im Knospenplatzen, dass es nur so knallt. Primeln, Veilchen und die ganze Spring Society schlagen und klopfen wild von unten gegen den Boden. Winzlinge im Humus gähnen und räuspern und schütteln sich wach. Es rauscht in den Stengeln und tickt in den Sprossen. Der Frühling lärmt von weitem. Lauter, bitte, lauter.

Das Abteil ist voll besetzt, hauptsächlich von Männern, hauptsächlich von solchen mit Notebook. Der Himmel ist tiefblau, der Kranz der Berge glitzerschneeweiß, die Bahn fährt das Prättigau hoch bis Davos, dort findet das World Economic Forum statt. Auf dem kleinen Fenstertisch liegt ein Bündel Papier, dem sagt man Zeitung, voller schwarzer winziger Zeichen, dem sagt man Schrift. Ich kann damit nichts anfangen, ich kann die arabischen Texte nicht lesen, ich bin Analphabetin und komme mir vor wie die Klostermagd im Mittelalter, die nicht versteht, was die Mönche aufs Pergament kritzeln. Oder wie das Kind, das die Mutter nicht stören soll, wenn sie Papier zur Hand nimmt mit nichts als schwarzen Ameisenbeinen drauf. Die Arabische Zeitung übrigens, das ist im Kleingedruckten zu entziffern, heißt Asharq al-Awsat.

Ich rannte, um den Bus zu erwischen, kaufte Tulpen und rannte, um das Tram zu erwischen, die Tulpen tropften, die Wolken flogen, der See blitzte, die Möwen flatterten, die Bojen tanzten, alles war in Bewegung, am schnellsten war die Zeit. Und dann stand sie aufs Mal still, als ich das Heim für Demente betrat und mit den Tulpen vor meiner alten Freundin stand. Nichts tat sich in ihrem Gesicht. »Wer bist du«, sagte sie schließlich. Die Zeit ruckelte ein paarmal hin und her über die letzten Jahrzehnte und blieb wieder stehen. Nach einigen hilf- und nutzlosen Sätzen meinerseits nahm mich die Zeit bei der Hand und sagte »Komm, wir gehen.«

Langsam hügelabwärts fahrend, Richtung Stadt, sah ich, dass mir im ersten Stock eines Hauses hinter dem Fenster jemand winkte. Auf und ab und auf und ab ging der Arm mit der weiß behandschuhten Hand. Blitzschnell oder noch schneller freute ich mich und wunderte mich, wer das sein könnte, war ich doch noch nie in diesem Haus gewesen, und fast gleichzeitig erkannte ich, dass das Winken kein Winken, sondern ein Fensterputzen war und der Handschuh wohl aus Gummi. Egal. Ein winzewinziges Geschoss aus Freude hatte mich voll getroffen.

 

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