Eine gescheite, junge, westlich erzogene Frau, die erfolgreich eine Lehre in einem Verlag in Zürich abgeschlossen hat, entschließt sich für ein Leben als verschleierte Muslimin. Sie legt sich einen Tschador um, heiratet einen Mann, »der sich auch für die islamischen Werte entschieden hat« und reist eine Woche später nach Istanbul, in eine Sufi-Koranschule für Frauen. Sie schreibt für das MAGAZIN (35/2013) einen Bericht über ihre Wandlung und ihr neues Glück. Sie habe sich die Freiheit genommen, anders zu leben, schreibt sie. Wenn sie die Koranschule beendet habe, werde sie in die Schweiz zurückkehren  zu ihrem Mann. Sie schreibt klug und klar und mutig, und ich versuche, ihren Schritt nachzuvollziehen. Sie schreibt: »Alles im Islam hat seinen Grund. Zum Beispiel aß unser Prophet Datteln nie in einer geraden Zahl – vor kurzem las ich von einer wissenschaftlichen Studie, dass eine ungerade Zahl von Datteln tatsächlich besser für den Blutzuckerspiegel ist.« Au weia.

 

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