Durch den Mittwochsmarkt in Luino flanieren Deutsche und Schweizerdeutsche, und manche reden so ungehemmt, als stünden sie zu Hause in der Küche. Vermutlich glauben sie, in einem italienisch sprechenden Land sei ihr Deutsch gar nicht hörbar. Vor einem Stand mit Haushaltwaren steht ein Ehepaar, sie vielleicht Pia, er vielleicht Peter. »Peter, schau mal, das Ding hier, steckst es in eine Zitrone und versprayst den Saft.« »Solche Dinger liegen dann doch bloß in der Küche rum.« »Zitronenspray ist wunderbar an Salaten.« »Ohne mich.« »Gut zum Abnehmen.« »Pia, du nervst.« »Dein Bauch hängt schon fast, der schwappt.« »Also gut, ich schwappe. Ich schwappe vorne, du schwappst hinten.« »Danke, sehr freundlich.« »Schau mal die Tassen … Willst du eine Tasse, wo Pia draufsteht?« »Warum, meinst du, ich vergesse beim Trinken, wie ich heiße?« »Ich weiß ja nicht, wie blöd du noch wirst.« »Dann kauf eins von den Messern da und bring mich um.« »Erst gehen wir essen.«

 

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